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Verehrte Leserinnen und Leser,
auch nach den Feierlichkeiten zum einhundertjährigen Bestehen des Deutschen Altphilologenverbandes dürfte wahrscheinlich eine ähnlich sortierte Öffentlichkeit auf unser Tun, unser Denken und unsere Äußerungen blicken wie in der Zeit davor, und es wird weiterhin günstiger Zufälle wie auch selbstverständlich unserer gemeinsamen Anstrengungen nicht nur für den primären Zweck bedürfen, sowohl die Klassischen Sprachen als auch unseren Fachverband im gesellschaftlichen und journalistischen Bewusstsein zu halten, sondern vor allem auch für das Ziel, hartnäckige Stereotype und Vorurteile aufzuschmelzen, welche von Kreisen, die auf den Bildungsdiskurs Einfluss nehmen, seit Jahrzehnten, zum Teil gar seit Generationen, mit einem gewissen Automatismus bemüht werden. Eine flexible innerfachliche Koordination existiert dank guter Vernetzung über den Deutschen Altphilologenverband sowie über die regionalen Kontakte auf jeden Fall, so dass wir tendentiell darauf vertrauen können, den Wert der Beschäftigung mit lateinischen und griechischen Originaltexten wie auch mit den Sprachen an sich für die Allgemeinheit ebenso greifbar wie begreiflich zu machen. Bleiben wir einfach dran.
Wir wünschen Ihnen für den Herbst viel Schwung und Erfolg.
In den letzten Monaten gab es wiederum Beiträge aus folgenden Bereichen:
- Die Klassischen Sprachen als Lerngegenstand
- Die Gegenwart von Antike, Mittelalter und Neuzeit
- Neues aus den benachbarten Altertumswissenschaften
Zum Themenbereich 1.
Der Bestand der Altsprachlichen Gymnasien
Angesichts der hohen Wellen, welche die Profiländerung des bislang verbindlich altsprachlichen Görres-Gymnasiums in Koblenz geschlagen hat (man erinnere sich an die jüngst durchgeführte diesbezügliche Online-Petition), widmete sich SWR Kultur am Mittag der Frage nach den Anmeldezahlen und der Zukunft rein humanistischer Gymnasien. Mit der dieses Radioprogramm positiv kennzeichnenden Gründlichkeit ging die Redaktion, unterfüttert durch O-Töne nicht nur aus Koblenz, verschiedenen Teilfragen auf dem Problemfeld nach und ließ auch hinsichtlich des gymnasialen Auftrags immerhin den Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung deutlich werden.
SWR Kultur
Tote Sprachen im Schulalltag
Altsprachliche Gymnasien: Sind Latein oder Altgriechisch noch zeitgemäß?
Ähnlich zur Grundsatzdiskussion:
Sonntagsblatt
Kommentar Debatte um Latein
Pro und Contra: Brauchen wir heute noch Lateinunterricht?
Link: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/debatte/pro-und-contra-brauchen-wir-heute-noch-lateinunterricht
Zum Ursprung der humanistischen Gymnasien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
Vor einiger Zeit (im DAV-Newsletter Nr.37) haben wir auf die durch Kai Brodersen erstellte Neuausgabe von Luthers 1524 ergangenem Aufruf an die Ratsherren der Städte hingewiesen, Schulen zu gründen, an denen Alte Sprachen gelehrt werden.
Das erste bis heute durchgängig bestehende Gymnasium, welches nach dem für solche Schulen durch Melanchthon entwickelten Lehrplan konzipiert und – unter Beratung durch den PRAECEPTOR GERMANIAE – nach einer Art Probelauf schließlich 1526 auf Dauer ins Leben gerufen wurde, ist das Melanchthon-Gymnasium in Nürnberg. Der Wittenberger Professor konnte zwar nicht für die Leitung der Schule gewonnen werden, aber der mit ihm bekannte Universalgelehrte Joachim Camerarius übernahm dieses Amt. Die Stadt Nürnberg und die Schule setzen bereits in diesem Jahr einige Informationsmarker, um auf das Jubiläum zum 500. Jahrestag seiner Gründung im ehemaligen Kloster St. Egidien 1526 aufmerksam zu machen. Daher könnten 2026 noch Meldungen dazu folgen.
tz
1526 eröffnet: Das älteste Gymnasium Deutschlands befindet sich in Bayern
Link: https://www.tz.de/bayern/aelteste-gymnasium-deutschlands-befindet-sich-in-bayern-das-93921188.html
Humanistische Gymnasien mit altsprachlicher Leitung
Grundsätzlich können Führungskräfte an humanistischen Gymnasien, die selbst Latein oder Griechisch unterrichten, bei der Elterninformation wie auch beim Vertreten des Alleinstellungsmerkmals gegenüber dem Kollegium aus dem Vollen schöpfen. Für Fachfremde ist das schon schwieriger, und ohne Überzeugung oder Zugänge zum Metier bleiben sie Außenstehende gegenüber dem Kerngeschäft.
In Rottweil gab es eine günstige Wiederbesetzung auf der Stellvertreterposition. Es sind sogar beide klassischen Sprachen vertreten. Wegen seiner Beispielhaftigkeit sei ein Fall hier in die Reihe der Meldungen aufgenommen.
Neue Rottweiler Zeitung
Stabübergabe am AMG – Schulleitung wieder komplett
Link: https://www.nrwz.de/rottweil/stabuebergabe-am-amg-schulleitung-wieder-komplett-528039.html
Außergewöhnliche Schülerleistung zu einem Humanisten prämiert
In gewissen Abständen lesen wir in den Medien von erreichten Spitzenrängen bei Wettbewerben in den Sprachen Latein und Griechisch. Sie zeugen in der Regel von hoher Anstrengung, herausragendem Können und besonderem Interesse oder überdurchschnittlicher Begabung der Preisträgerinnen und Preisträger. Dass neben Ausschreibungen des in Rede stehenden Typs mit begrenzter Dauer der Bearbeitung der ausgeschriebenen Aufgabe auch Schulprojekte neben dem Regelunterricht mit erweitertem Zeit- und Inhaltshorizont und ohne Deputatsanbindung zu hochbrillanten Ergebnissen führen können, ist selten, aber möglich. Wenn die bearbeiteten Texte auch noch dem Corpus der neulateinischen Literatur entstammen, freut sich die Fachwelt besonders.
Kürzlich wurden die Ergebnisse eines zweiphasigen Projektes zu besonderen Texten des Humanisten Johannes Reuchlin in Anwesenheit des DAV-Ehrenvorsitzenden OStD i.R. Hartmut Loos sowie des Vorstandsmitgliedes AOR Dr. Stefan Faller mit dem kleinen Reuchlinpreis ausgezeichnet. Neben Betrachtungen zur Vita des ersten großen Hebraisten christlichen Glaubens nördlich der Alpen wurden vor allem die Neuübersetzung des Widmungsbriefes zu Reuchlins epochemachender Hebräischgrammatik sowie die allererste Übersetzung seines im Jahre 1502 in der Pestquarantäne des Klosters Denkendorf verfassten Predigthandbuches aus dem Lateinischen ins Deutsche durch die Projektmitglieder – zur Zeit der Erstellung der Arbeiten Schülerinnen und Schüler des Reuchlin-Gymnasiums Pforzheim – gewürdigt. Die in den Medien genannte Bearbeitungsdauer ist ein wenig übertrieben, aber das ist am Ende eine Petitesse, wenn der Rest im Wesentlichen zutrifft.
SWR Kultur - Impuls
Latein-Projekt: Pforzheimer Schüler entschlüsseln Reuchlin-Text
18.06.2025
Badische Neueste Nachrichten / Pforzheimer Kurier
Kleiner Reuchlinpreis
Pforzheimer Schüler schaffen Erstübersetzung von Reuchlin-Text
Link: https://bnn.de/pforzheim/pforzheim-stadt/schuelergruppe-leistet-mit-ubersetzung-pionierarbeit, https://mastodontech.de/@RomAthen/115100450454810676
Den Kabarettisten Björn Puscha kennen manche bereits.
Man kann bei ihm sogar Vormittage zu Latein für die eigene Schule buchen:
OberpfalzECHO
BUNTES
Latein mal anders: Kabarettist begeistert Gymnasiasten
Link: https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/latein-mal-anders-kabarettist-begeistert-gymnasiasten
„Magister Kupfer“:
In Braunfels/Hessen wird jeden Sommer eine Woche lateinisch gesprochen.
Magister Kupfer – wie er sich nennt – gibt (als TikToker) einen kurzen Einblick:
Link: https://www.youtube.com/shorts/9JxlLYFQf_c
Die Bundesbildungsministerin Karin Prien hält viel von Latein
RomAthen auf Mastodon
Beim Tag der Offenen Tür des Bundesbildungsministeriums bezeichnete unsere neue Bundesbildungsminsterin Karin Prien sich als ein großer Fan von Latein - nicht nur habe es ihr persönlich viel gebracht, auch ihre Kinder habe sie ganz bewusst auf ein humanistisches Gymnasium geschickt! Und das habe nicht nur mit Sprachbildung zu tun.
Link: https://mastodontech.de/@RomAthen/115100450454810676
Ein multiprofessioneller altphilologischer Lehrer: Kantor Dr. Jan-Piet Knijff
Natürlich macht er Musik – aber nicht nur. Am Ende des Eintrages stehen die Fächer…
Link: https://www.schramberg-evangelisch.de/kirchenmusik/unser-kantor
Zum Themenbereich 2.
Nachruf auf Prof. em. Dr. Wilfried Stroh
Das Wecken von Begeisterung für gesprochene und damit lebendige Klassische Sprachen – insbesondere fürs Latein – war für viele aus unserer Fachwelt untrennbar mit dem Namen des Valahfridus Stroh bzw. des Herrn Prof. Dr. Wilfried Stroh verbunden. Alle, die ihn auch nur einmal „eo vivo“ erlebt hatten und seinen lateinischen Ausführungen gefolgt waren, konnten seine unnachahmliche Art nicht mehr vergessen. Dass er mit Jan Novák (Würdigung des Komponisten s. DAV-Newsletter Nr. 39) zusammenarbeitete, nimmt angesichts seines Ansatzes, gerade das Klangliche an der Sprache sowohl prosodisch als auch in Vertonungen von Dichtung als wichtigen Aspekt zu betrachten, nicht wunder.
Prof. Stroh starb am 15. Juli 85-jährig. Die Erinnerung an ihn wird lebendig bleiben.
Zwei Nachrufe auf ihn seien hier ausgewählt:
LMU München
Nachruf für Prof. Dr. Wilfried Stroh
Link: https://www.klassphil.uni-muenchen.de/aktuelles/nachruf-prof-stroh/index.html
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Nachruf auf Professor Wilfried Stroh: Von einem, der Latein lebendig machte
Boethius: Trost in der Philosophie
Deutschlandfunk Nova
Trost für die Seele
Philosophie als Medizin
Link: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/trost-fuer-die-seele-philosophie-als-medizin
JEDEM SEINE EIGENE STOA?
Es ist einerseits bemerkenswert, wie marktgängig Versatzstücke aus der Stoa im aktuellen Leben westlicher Gesellschaften und hier nicht zuletzt in Führungszirkeln des Business umhervagabundieren. Sind sie doch in der gefälligen Darreichungsform eingängiger Slogans und griffiger Schlagworte in allererster Linie für das Heer der US-amerikanischen Motivationstrainer nur allzu beglückend, wenn auch beispielsweise ein tragfähiges Verständnis von virtus, gar von Eudaimonie, einem unerschütterlichen Halbwissen im Wege stehen mag. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass in der Welt der in den USA en masse abgesetzten Bücher, welche sich auf die Stoa berufen, mehrfach von Ataraxía die Rede ist. Der feine Unterschied zur Apátheia ficht die Fans tougher Seelengröße neuer „stoischer“ Prägung nicht wirklich an, auch nicht die Autorin der deutschprachigen Blog-Website, welche darüber kritisch (unter anderem auch und hier durchaus richtig mit dem Triggerword Aneignung) berichtet.
Andererseits findet in Trier die Ausstellung zu Person, Leben und Werk Marc Aurels statt. In diesem Falle darf man auf sehr gute Recherche, fachliche Fundiertheit und korrekte Vermittlung der Inhalte – auch die der Stoa – vertrauen. Tempta et experire!
Stoa light – flott serviert
54 BOOKS
Die römischen Kaiser von LinkedIn – das Elend der zeitgenössichen Begeisterung für die Stoa
Die Ausstellung zu Marc Aurel in Trier
Im Abstand einiger Jahre präsentieren die zentralen Museen der Stadt Trier, allen voran das Rheinische Landesmuseum, hervorragend kuratierte Highlights zu Kaisern beziehungsweise besonderen Phasen im Entwicklungsverlauf des Römischen Reiches. Bis zum 23. November ist die diesjährige Ausstellung zu Kaiser Marc Aurel zu sehen (Rheinisches Landesmuseum und Simeonstift).
SWR
Marc Aurel - Landesausstellung in Trier hat ihre Pforten geöffnet
RBB
Geschichte
Gutes Regieren in der Antike: Marc Aurel
DIE ZEIT
Ausstellung zu Marc Aurel
Der Philosoph im Krieg
Marc Aurel ist als Guru der Gelassenheit seit Langem populär. Eine spektakuläre Ausstellung in Trier holt den römischen Kaiser jetzt auch politisch in die Gegenwart
Link: https://www.zeit.de/2025/26/ausstellung-marc-aurel-trier-philosophie-roemisches-reich
Katalog:
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz/Direktion Rheinisches Landesmuseum Trier (Hg.):
Marc Aurel. Kaiser, Feldherr, Philosoph,
Theiss in der Verlag Herder GmbH,
Freiburg 12025.
400 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-534-61047-1
Bestellnummer: P3610474
Preis: € 40,00
HINWEIS:
Die Ausstellung zu Marc Aurel währt bis zum 23. November, diejenige zu Caesar & Kleopatra (Speyer) bis zum 26. Oktober.
WEITERE BUCHEMPFEHLUNGEN
Translatio in linguam Latinam
Das Latein der frühen Neuzeit findet dankenswerterweise zumindest im universitären Bereich mehr Beachtung als vor der Jahrtausendwende, und die Didaktik ist bemüht, an Schulen neben den kanonischen Klassikern auch einzelne Schriften aus der Fülle der altsprachlichen Schriften der Nachantike zum Unterrichtsgegenstand zu machen. Auch wir haben in letzter Zeit von der erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber der Literatur aus Mittelalter, Renaissance und fortgeschrittener Neuzeit berichtet (vgl. den Beitrag zu Reuchlin im Themenbereich 1). Schreiben in gutem Latein war zwar in der frühen Renaissance auch aus Gründen der imitatio und der aemulatio gegenüber der Antike vielen Gelehrten ein Anliegen. Aber gerade im geistigen und sprachlichen Umfeld der Humanisten, das noch durch die frühen Stadien meist nicht ausgereifter beziehungsweise nicht standardisierter Nationalsprachen geprägt war, konnten sowohl elaborierte Literatur als auch sonstige Schriften nur dann international gelesen, verstanden und ihrerseits durch Vorgänge der allgemeinen Rezeption bekannt werden, wenn sie auf Latein verfasst waren.
Ein besonders eingängiges Beispiel dafür ist das Narrenschiff von Sebastian Brant,
dessen Original der Autor in frühneuhochdeutscher Sprache schrieb, das jedoch ins Lateinische zu übertragen er aufgrund seiner Amtsgeschäfte seinem Schüler Jakob Locher überließ (Stultifera Navis). Der europaweite und durchschlagende Erfolg des Werkes geht eindeutig auf die lateinische Übersetzung zurück, welche ihrerseits Übersetzungen in weitere frühe Nationalsprachen ermöglichte und nach sich zog. -
Der Praxis des Übersetzens wichtiger Texte ins Lateinische geht das DFG-Projekt VERSIO LATINA (Schwerpunkt Universität Tübingen) nach, in dessen Rahmen bereits Tagungen und Veröffentlichungen stattgefunden haben. Das neueste Druckwerk mit Früchten dieser wichtigen Arbeit ist gerade erschienen. Sogar zur Stultifera Navis ist ein Aufsatz im Buch enthalten:
Julia HEIDEKLANG / Jan SHAVRIN / Anja WOLKENHAUER (Hg.):
In die falsche Richtung? Studien zu neuzeitlichen Übersetzungen ins Lateinische,
= Übersetzungskulturen der frühen Neuzeit Bd. 10,
Heidelberg (Springer/Metzler) 2025.
ISBN 978-3-662-71230-6
Preis: € 40,00
Zum Buch: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-71231-3
Und wieder: Θάλαττα! θάλαττα!
Beschlagen geschrieben – gut zu lesen
Das nachfolgend vorgestellte Buch kam zwar schon 2024 auf den Markt, soll aber hier nicht unerwähnt bleiben. Denn es erklärt das Denken der Griechen und Römer hinsichtlich Meer und Seefahrt in vielen wichtigen Zusammenhängen. Das hier vom Althistoriker Raimund Schulz sehr flüssig und immer wieder erhellend vermittelte Wissen ist für Schulleute im Grunde unverzichtbar.
SCHULZ, Raimund:
Die Antike und das Meer.
Von Händlern, Söldnern und Piraten,
Freiburg (Theiss in der Verlag Herder GmbH) 12024.
Gebunden; 224 Seiten; über 100 Abb. u. Karten
ISBN: 978-3-534-61014-3
Bestellnr.: P 3610144
Preis: € 40,00
GEBURTSTAGE
Der bekannte schweizerische Übersetzer zentraler griechischer und lateinischer Texte Kurt Steinmann ist im Juni 80 Jahre alt geworden. In den letzten Jahren trat er besonders hervor durch gelungene Neuübersetzungen der Homerischen Epen. Der Deutsche Altphilologenverband gratuliert ihm und wünscht ihm allzeit beste Gesundheit. Er schreibt weiter.
Seinen 70. Geburtstag hat Anfang dieses Monats der erst kürzlich emeritierte Freiburger Altphilologe und ehemalige DAV-Vorsitzende Prof. Dr. Bernhard Zimmermann gefeiert. Ein Schwerpunkt seiner zahlreichen Forschungen liegt im Bereich des griechischen Dramas. Im Rahmen der 100-Jahr-Feier des Deutschen Altphilologenverbandes Ende September in Berlin wurde für ihn eine Festschrift herausgegeben. Auch er arbeitet weiter; und auch ihm gratuliert der Deutsche Altphilologenverband und wünscht ihm weiterhin die beste Gesundheit.
Optamus ambobus: Ad multos annos!
Sagenhaft
Unser Kollege und Fachberater Reinhard Bode führt uns – nur teilweise bukolisch – durch die reiche Bedeutungsfülle des Ziegenmotivs im griechischen Mythos. Es ist erstaunlich, in welcher Häufigkeit und Varianz die Ziege bei näherem Hinsehen dort präsent ist.
SWR Kultur
Die Gemecker sind verschieden: die Ziege
Sonntagsfeuilleton mit Stefanie Junker
Interview mit Reinhard Bode
Das ist nicht der einzige Zugang; - ARD-Mediathek:
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:section:f019e0f4d71dd91c/
Überblick über die Sendung
„Das bessere Griechisch“ -
Projekt an der Universität Innsbruck: Antikes Griechisch für Tagebücher im 19. Jahrhundert, entdeckt in Weimar
UNIVERSITÄT INNSBRUCK
Forscher und Fälscher: Lebenszeugnisse auf Altgriechisch
Link: https://www.uibk.ac.at/de/newsroom/2025/forscher-und-falscher-lebenszeugnisse-auf-altgriechisch/
Lateinischer Monatsrückblick
Nuntii Latini
Link: https://www.bremenzwei.de/themen/latein-nachrichten-rueckblick-september-106.html
Zum Themenbereich 3.
Der Golf von Neapel bleibt im Gespräch:
Das Magazin GEO hat im Sommer eine Serie von Artikeln zu Pompeji aufgelegt.
Einer davon berichtet vom Hausen in den Ruinen bald nach dem Untergang 79 n. Chr.
GEO
NEUE FORSCHUNGEN
Doch nicht verlassen: Pompeji wurde nach der Katastrophe wiederbesiedelt
Die Campi Flegrei
Schon länger ist die Erde unruhig an der Nordwestflanke des Golfs von Neapel über der in ca. vier bis fünf Kilometern Tiefe liegenden und damit sehr oberflächennahen Magmakammer. Die seit den letzten Jahren verstärkte bradyseismische Hebung des Raums um Pozzuoli (lateinisch Puteoli) ist für die Einwohner und ihre Häuser eine massive Belastung. Bereits seit mehreren Jahren kann man die auf schulischen und universitären Exkursionen gern angesteuerte Solfatara nicht mehr betreten, auch der angrenzende Campingplatz ist gesperrt. Die Beobachtungen und Aufzeichnungen des wissenschaftlichen Personals an den seismologischen und vulkanologischen Observatorien vor Ort erfahren in den Medien zunehmende Aufmerksamkeit. Es ist bislang unklar, ob das starke Pumpen der Magmakammer ein Anzeichen für den baldigen Ausbruch eines weiteren Vulkans in dieser alles andere als erloschenen Kraterlandschaft ist oder nicht. Die Entstehung des Monte Nuovo ist keine 500 Jahre her (1538).
SWR KULTUR
Das Wissen
Leben auf dem brodelnden Boden
Phlegräische Felder – Italiens schlafender Supervulkan erwacht
Seit 2023 melden sich die Phlegräischen Felder bei Neapel mit Bodenhebungen, Erdstößen und CO2-Emissionen zurück – mögliche Vorboten eines großen Vulkanausbruchs.
Ein Film über die Sicherungsgrabungen der Jahre direkt vor 2020
Es geht auch um Skelettfunde, welche DNA-Untersuchungen ermöglichen, damals noch unter Massimo Osanna.
ZDF neo (TERRA X)
„Der letzte Tag von Pompeji“ bei ZDFneo: Wiederholung der Dokumentation online und im TV
TERRA X 2020 | Die letzte Wiederholung: 12.10.2025
Hinweis: Nächste Wiederholung am 18.10.2025 um 10:30 Uhr
Link: https://www.spielfilm.de/news/95343/der-letzte-tag-von-pompeji-bei-zdfneo-wiederholung-der-dokumentation-online-und-im-tv
Video: https://www.zdf.de/play/dokus/terra-x-112/der-letzte-tag-von-pompeji-100?q=letzte+Tag+von+Pompeji
DAI - 150 Jahre Grabungen in Olympia
Deutsches Archäologisches Institut Athen
150 JAHRE DEUTSCHE OLYMPIAGRABUNG
(Festakt am 04.10.2025)
Link: https://www.dainst.org/athen/forschung/150-jahre-deutsche-olympiagrabung
SPEKTRUM
150 Jahre Olympia-Grabung
Dabeisein ist alles
Link (evtl. nicht für alle kostenfrei): https://www.spektrum.de/news/150-jahre-ausgrabungen-in-olympia-dabeisein-ist-alles/2249320
Etruskisch-römische Bronzen im Heilbad
Wir berichteten bereits: In San Casciano dei Bagni, einem Kurort in der Toscana, hatte man schon seit einiger Zeit ausgesprochen gut erhaltene Bronzefiguren aus dem Schlamm einer Heilquelle, von denen es in der Kleinstadt eine ganze Reihe gibt, ausgegraben. Dennoch erregte es besonderes Aufsehen, als man kürzlich unter einem trennenden großen Ziegel im Schlamm der gefassten Quelle weitere Bronzen fand, die oft das Leiden darstellten, für das Linderung erhofft wurde. Die an ihnen angebrachten zweiprachigen Inschriften – sowohl etruskisch als auch lateinisch – waren Teil der Sensation. Die Wissenschaft kann daraus möglicherweise neue Rückschlüsse auf das kaum rekonstruierbare und zu den vorindoeuropäischen Sprachen zählende Etruskische ableiten. Die Absorptiion der etruskischen Kultur durch die römische hat bekanntlich nicht viel übrig gelassen. Eine bruchlose Tradition des Kults an diesen Thermalquellen über etwa 700 Jahre hinweg stellte immerhin ein Kontinuum dar, welches anderswo so nicht dokumentiert ist.
Für Italien wurde 2024 zügig eine gut kuratierte Ausstellung zusammengestellt, deren Exponate bereits in diesem Jahr in Berlin zum ersten Mal außerhalb Italiens gezeigt werden können. Darunter befindet sich zum Beispiel auch ein Blitz, der gegen Ende des ersten Jahrhunderts in besagte Quelle fuhr und als Bronzedarstellung direkt bei den anderen Figuren apotropäisch vergraben wurde („fulmen condere“). Die in der James-Simon-Galerie gezeigte Ausstellung ist noch bis zum 09.11.2025 dort zu sehen. San Casciano baut für den künftigen Verbleib der Bronzen ein Museum.
Empfehlenswert:
Der Blog Das Erbe Roms von Dr. Stefan Nährlich
Beispielhaft im mehrfachen Wortsinn ist folgender Beitrag:
Die Bronzen von San Casciano dei Bagni
Link: https://naehrlich.de/daserberoms/2025/09/14/die-bronzen-von-san-casciano-dei-bagni/
Link zur Webpräsenz der James-Simon-Galerie: https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/james-simon-galerie/ausstellungen/detail/die-bronzen-von-san-casciano-dei-bagni/
Aktuell:
Wem gehört das Katharinenkloster?
Neben Differenzen im Hinblick auf die interne Führung des Klosters hat vor allem das Urteil eines ägyptischen Gerichts in Verbindung mit Bestrebungen der Regierung des Landes zur Forcierung des Tourismus rund um den Mosesberg Besorgnis ausgelöst.
Deutschlandfunk
Machtkampf um Weltkulturerbe Katharinenkloster beendet
Link: https://www.deutschlandfunk.de/machtkampf-um-weltkulturerbe-katharinenkloster-beendet-102.html
Aufschlussreich hierzu auch:
agenzia fides
AFRIKA/ÄGYPTEN - Zahlreiche Bedenken: Das Katharinenkloster auf dem Berg Sinai geht in den Besitz des ägyptischen Staates über
Weitere Information:
DOMRADIO.DE
Gespräche um Lösung von Katharinenkloster-Konflikt haben begonnen
Gefälschter Brief des Abts im Umlauf
Link: https://www.domradio.de/artikel/gespraeche-um-loesung-von-katharinenkloster-konflikt-haben-begonnen
Ein neuer Abt ist inzwischen berufen. Zur Besitzfrage wird es rechtliche und diplomatische Aktivitäten zwischen Griechenland und Ägypten geben.
Erst zu Hause gesetzeswidrig aufbewahrt:
Ein neuer Hildesheimer Silberfund
ntv
Vermutlich 2000 Jahre alt
Sondengänger entdeckt römischen Silberschatz bei Hildesheim
Dies müssen wir noch nachholen:
tagesschau
Römischer Goldschatz in Luxemburg entdeckt
Link: https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/roemische-muenzen-luxemburg-100.html
Umweltbelastung im Römischen Reich/
Spuren im grönländischen Eis
Antike Schmutzfinken
Berliner Morgenpost
Rom beging schlimme Umweltsünden – „Sie waren gnadenlos“
Eine KI namens AENEAS
Der Standard
AI GOES ARCHEOLOGY
Wie ein neues KI-Modell von Deepmind die Epigrafik erobert
Das Programm Aeneas kann fragmentarische römische Inschriften ergänzen und schätzt besser als Fachleute, wo und wann die lateinischen Texte entstanden sind
Zusammenstellung und Kommentierung der Medienschau:
Karl Boyé
Pressespiegel
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Verehrte Leserinnen und Leser,
wir hoffen, Sie haben sich über die Jahreswende gut erholt und konnten sich für die zu erwartenden Ansprüche des neuen Jahres mit dem erhofften Elan ausstatten. Die Tage werden immerhin schon wieder länger. –
Ein Thema mit großem Medienecho war im letzten Quartal ohne Zweifel die von Papst Leo XIV. verfügte Abschaffung der Lateinpflicht für sprachliche Dokumente alltäglichen Typs an der Kurie. Für etwas Protest sorgten in Österreich noch die vom Bildungsminister proklamierten Ziele einer neuerlichen Lehrplanreform, welche kaum mehr Rücksicht auf einen allgemeinen Bildungshintergrund legt. Trier bleibt mit seiner Doppelausstellung zu Marc Aurel vorerst unvergessen, Pompeji nach wie vor präsent. Andere Themen halten sich in der Erregung von Aufmerksamkeit die Waage.
Wir wünschen Ihnen einen frohen und erfolgreichen Jahresanfang.
Zuletzt gab es zwar Beiträge aus allen drei Bereichen, aber weniger zum Unterricht:
- Die Klassischen Sprachen als Lerngegenstand
- Die Gegenwart von Antike, Mittelalter und Neuzeit
- Neues aus den benachbarten Altertumswissenschaften
Zum Themenbereich 1.
Das Referendariat für das Lehramt, vor allem für das höhere, wird im Journalismus nicht übermäßig häufig genauer beleuchtet. Es existieren viele stammtischartige Formeln und Mythen. Schafft es eine Person – vielleicht gar mit Versatzstücken über die Beschwernisse des Berufes - in die Presse, gehen die Parolen schon einmal an allen wichtigen Problempunkten zielsicher vorbei. Zum Beispiel konnte man in diesen Wochen lesen, dass eine Referendarin sich darüber beklagte, sie müsse ihren eigenen Kaffee zur Arbeit mitbringen. – Ist die Dame in dem Beruf richtig? Und: Welches Bild trägt die Presse am Ende mit einem Bericht in die Gesellschaft? Dass vor allem einzelne Fachausbilder durchaus auch ungeeignet sein können, ist ein Langzeitthema für Insider. Es lässt sich allerdings immer nur fallspezifisch angehen.
Der nachfolgende Beitrag zeigt die Dinge am Beispiel des Faches Latein recht realistisch. Nach wie vor immer wieder von Interesse, allerdings hier nur für Bayern vorgestellt: Die unterschiedlichen, in den letzten Jahrzehnten generell gestiegenen Umfänge der Wochenstunden für eigenverantwortlich unterrichtende Referendare in den verschiedenen Bundesländern bei jeweils unterschiedlicher Gesamtlänge des Referendariates. Welche weiteren sinnvollen Berufe man mit einer Lehramtsausbildung auch außerhalb der Schule ergreifen kann, kommt hier dankenswerterweise zur Sprache.
BR24 Wissen
Härtetest fürs Lehramt: Wie stressig ist das Referendariat?
Auch Zeitungen führen Foren zu „unseren“ Themen:
DER STANDARD
Wie lernt man am besten Latein?
Mein Forum: Diskutieren Sie dieses Thema mit der STANDARD-Community
Link: https://www.derstandard.de/story/3000000296635/wie-lernt-man-am-besten-latein
Abermals Österreich:
Kronen-Zeitung
Experte ist skeptisch: Minister will tote Sprachen aus Lehrplan streichen
Link: https://www.krone.at/3960555
Link fürs Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=jo13sz9Gjxg
Link zur ministeriellen Umfrage: https://www.krone.at/4006843
Dazu auch eine Sottise (mit Hinweis auf Michaela Maseks Buch Von jedem guten Geist verlassen):
NEWS.at
Spitzentöne: Retten wir Latein und Griechisch! Wir brauchen sie dringender als den Bildungsminister
Link: https://www.news.at/menschen/latein-griechisch
Das RND hat nach Kippen des Lateinobligatoriums im Vatikan mit unserem Pressesprecher gesprochen:
RND
Regelwerk für Vatikanangestellte überarbeitet: Selbst der Vatikan ist mit seinem Latein am Ende – aber was sagen die Lateinlehrer dazu?
Die uns was lehren, die soll man ehren.
anpfiff.info
Weihnachtsfeier Schiri Bamberg: Wenn der Präsident seinen Lateinlehrer ehrt
Link: https://www.anpfiff.info/sites/cms/artikel.aspx?SK=1&Btr=124006&Rub=109
- Übrigens: Auch Wolfgang Grupp lernte – vornehmlich in St. Blasien – Latein und Griechisch. Angesichts seiner eher handfesten Auftritte ahnen das wenige.
Zum Themenbereich 2.
Der Vatikan und Latein
Wochenlang beschäftigte sich die Journalistik in Europa mit der Abschaffung der Verpflichtung auf Latein als Primärsprache für die Schriftführung in der Kurie. Der Hauptgesichtspunkt bei der Maßnahme durch Papst Leo XIV. war selbstverständlich die Anerkenntnis der praktizierten Realität auch in obersten Kreisen und im Zentrum der katholischen Kirche. Dennoch fragten sich viele, ob der Vatikan einem weiteren Rückgang der Beherrschung des Lateinischen in Wort und Schrift durch herausragende Verantwortungsträger in der katholischen Kirche wie beispielsweise die Kardinäle tatenlos zusehen wolle. Denn der Universalität (Bedeutung des Wortes „katholisch“) der Konfession jenseits des Nationalen entspreche keine Sprache besser als eben die Lateinische. Man wird es weiter verwenden. Aber das Thema war unbestreitbar ein kleiner „Aufreger“ im Mediendschungel. Nicht wenige schienen dabei sich hinsichtlich der Verwendung der ausstrapazierten Formel „mit dem Latein am Ende“ einen Überbietungswettstreit liefern zu wollen. Immerhin fand aber eine breite Debatte statt:
DIE ZEIT
Latein im Vatikan: Dann sind wir mit dem Latein am Ende
Im Vatikan soll die traditionelle Amtssprache nicht mehr verpflichtend sein. Da fällt man doch vom Glauben ab.
Link: https://www.zeit.de/kultur/2025-11/latein-vatikan-amtssprache-katholische-kirche
Zu Latein im Katholizismus schreibt Matthias Heine in der WELT:
DIE WELT
„VULGATA“-Bibel: Mit diesem Buch begann die 1500-jährige Herrschaft der lateinischen Sprache in Europa
Die Weltwoche
Roma finita? Im Vatikan ist Latein nicht mehr die erste Amtssprache. Die Medien jubeln – zu früh!
Rheinische Post
Amtssprache abgeschafft: Wenn der Vatikan mit seinem Latein am Ende ist, springt „Der Postillon“ ein
Der Postillon
Sonntagsfrage
Quaestio dominica: Quid dicis de eo quod lingua Latina non iam est prima lingua officialis in Vaticano?
Link: https://www.der-postillon.com/2025/11/quaestio-dominica-lingua-publica.html
Zum sachlichen Kontext
DOMRADIO.DE
„Latein ist die neutralste Sprache, die es gibt“
Link: https://www.domradio.de/artikel/journalist-galgano-gibt-einblick-bedeutung-von-latein-im-vatikan
Hart am losen Kontext
SRF
Vatikan stellt Latein hintan: Wie gut ist eigentlich Ihr Latein?
Rein im zeitlichen Kontext
Evangelische Zeitung
Europapremiere beim Römergrab in Köln: Erste Broschüre auf Latein
Link: https://evangelische-zeitung.de/europapremiere-beim-roemergrab-in-koeln-erste-broschuere-auf-latein
Anniversarium: 325 n.Chr. fand das Konzil von Nicäa statt.
DW (Deutsche Welle)
Iznik feiert Nicäa: Warum Papst Leo in die Türkei reist
Link: https://www.dw.com/de/iznik-feiert-nic%C3%A4a-warum-papst-leo-in-die-t%C3%BCrkei-reist/a-74836800
BUCHREZENSION
...Und wieder Pompeji:
Der Leiter der Ausgrabungsstätten Pompeji Gabriel Zuchtriegel hat ein neues Buch geschrieben. Die rutschungsbedingten jüngeren Grabungen und der Fortschritt der allgemeinen Forschungen geben neue Aufschlüsse und erlauben früher nicht möglich gewesene Deutungen zu den allerersten Anfängen des Christentums im Kernraum des römischen Reiches wenige Jahrzehnte nach Christi Wirken. Darauf wie auf die soziale Bandbreite und damit unter anderem auch auf die Alltags- und Lebensumstände der Sklaven geht Gabriel Zuchtriegel in seinem Buch Pompejis letzter Sommer von Ende 2025 schwerpunkthaft ein.
Rezensiert wurde das Buch unter anderem in Deutschlandfunk Kultur:
Deutschlandfunk Kultur
Buchkritik – Gabriel Zuchtriegel:
„Pompejis letzter Sommer“
Link: https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-gabriel-zuchtriegel-pompejis-letzter-sommer-100.html
Der klassische Philologe Thomas Ribi schreibt in der Neuen Zürcher Zeitung ausführlich über Zuchtriegels Buch (Text teilweise etwas abgeblendet):
NZZ
Was Pompeji über das Leben in der Antike erzählt und warum das Christentum die alten Götter verdrängte
Das Buch:
Zuchtriegel, Gabriel:
Pompejis letzter Sommer.
Als die Götter die Stadt verließen,
Berlin (Propyläen) 2025.
320 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-54911-000-3
Preis: € 33,00
WEITERE BUCHEMPFEHLUNGEN
Konrad Paul Liessmann hat ein Vorwort für ein Buch geschrieben, das der heutigen Gesellschaft auf Basis der antiken Kardinaltugenden bzw. der virtus generell ein Angebot zur Orientierung unterbreitet.
Masek, Michaela:
Von jedem guten Geist verlassen?
Warum wir uns in einer maßlosen Gesellschaft auf antike Tugenden besinnen müssen,
Wien (Dom-Verlag) 2025.
224 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-85351-338-5
Preis: € 29,00
Peragratio inter litteras:
Prof. Dr. Michael Lobe hat einen Sammelband herausgegeben. Der Bogen seiner Beiträge spannt sich von der Antike (z.B. Ovid/Vergil) bis zu neulateinischer Dichtung des 20. Jahrhunderts (z.B. Josef Eberle). Aus der Tiefe und Vielschichtigkeit der andeutungs- und bezugsreichen Literatur hat Michael Lobe jeweils neue und weiterführende interpretatorische Erkenntnisse gewonnen und präsentiert sie nun in ihrer ganzen Breite in einem Band.
Lobe, Michael:
Laetae latebrae litterarum.
Gesammelte Streifzüge durch die lateinische Literatur,
Baden-Baden (Rombach/Nomos) 2025.
436 Seiten; Softcover
ISBN: 978-3-988-58149-5
Preis: € 109,00
Hier noch etwas Launiges zur Verwendung im Kontext zum Unterricht:
Verg, Martin:
Das Imperium kehrt zurück.
Warum uns das alte Rom neu fasziniert,
München (Piper) 2025
224 Seiten; flexibler Einband
ISBN: 978-3-492-06617-4
Preis: € 18,00
Aus unserem Umfeld
Als „Prachtband“; „Leseereignis“, ja „kommendes Standardwerk“ von der Kritik gefeiert, nachfolgend ein Buch mit Überschneidungen zu unserem Fachbereich:
Pfister, Manfred:
Englische Renaissance,
Berlin (Galiani) 2025.
480 Seiten; gebunden
ISBN: 978-3-86971-326-7
Preis: € 98,00
Link zur Rezension im SWR: https://www.swr.de/kultur/literatur/manfred-pfister-englische-renaissance-100.html
Rückblick auf die Marc-Aurel-Ausstellung in Trier
Es wurde ein Handschriftenfragment gefunden, welches eventuell Nicolaus Cusanus gehört haben könnte. Wir hatten es aus Wichtungsgründen im Juni ausgespart:
Volksfreund
Kulturschatz gefunden - Im Buchdeckel versteckt: Wie eine Marc-Aurel-Handschrift die Jahrhunderte überdauerte
… und ein Podcast der Zeitung Volksfreund zum Leben in Trier zur Zeit des Kaisers Marc Aurel:
Link: https://www.youtube.com/watch?v=nHd2prEEKt4
Bayern statt Baiern:
König Ludwig I. von – also, na ja – Ba-y-ern ließ nicht nur das an Originalbauten angelehnte Pompejanum in Aschaffenburg errichten, sondern in seiner Graecophilie (und anti-napoleonischen Francophobie) auch das i im freistaatlichen Inbegriff zum y wandeln. Allerdings heißt gerade auch im Französischen das Ypsilon ja » ygrec «… Immerhin ist der Buchstabentausch allemal weniger ungeschickt als die Idee, Baden-Württemberg als „The Länd“ firmieren zu lassen.
BR24
Y statt i: Darum wurde "Baiern" vor 200 Jahren zu "Bayern"
Link: https://www.br.de/nachrichten/bayern/y-statt-i-darum-wurde-baiern-vor-200-jahren-zu-bayern,V09PFsq
Lateinischer Monatsrückblick
Nuntii Latini
Link: https://www.bremenzwei.de/themen/latein-nachrichten-rueckblick-dezember-110.html
Für die vita beata und die Eudaimonie:
Tageblatt.lu
PHILOSOPHISCHER ANSATZ
Wie antike Weisheiten die Lebensqualität im Alter verbessern
Im Schatten Johannes Reuchlins - ein unbekannter Hebraist der Renaissance:
ref.ch
500. Todestag: Bei ihm gingen die Reformatoren in die Hebräisch-Nachhilfe
Link: https://www.ref.ch/news/ceporinus-jakob-wiesendanger-zwingli-zurich-reformation-geschichte/
Lateinwort des Jahres 2025: RHONCHISSATOR
Für das besonders breitentaugliche und lustige Lateinwort aus dem Thesaurus Linguae Latinae 2024 (retotatototato) gab die Bayerische Akademie der Wissenschaften noch eine Pressemeldung heraus. Obwohl sich das Exemplar von 2025 nicht verstecken muss, konnte man eine Weile nur in Eigeninitiative auf der Webpräsenz der Akademie eine Erwähnung mit Erklärung finden – auf Englisch!
Dieser Mangel wurde alsbald behoben. Hier ist die Pressemeldung der BadW:
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Rhonchissator ist das Lateinwort des Jahres 2025
Zum Themenbereich 3.
Römerstraßen
Das Realienthema zur Antike, welches die Medien im Herbst 2025 am auffälligsten beschäftigte, ist die Errungenschaft, welche in Europa, Nahost und Nordafrika in der Fläche die nachhaltigsten Spuren hinterließ: Diejenige des für das Zeitalter seiner Entstehung staunenswert hochentwickelten Straßensystems. Es war Demonstration sowohl des hohen Lebensstandards im Imperium als auch des Willens, der Natur das Signum von Kontrolle, gar Unterwerfung durch Zivilisation sichtbar aufzuprägen. Jeder weiß, dass der schnurgerade Verlauf der römischen Straßen über lange Strecken selbst bei einem gewissen Maß an Steigung oder Gefälle auch Teil der Romidee und ihrer Manifestation war. Dass die ehemalige Gegenwart der römischen Kultur und Zivilisation in europäischen Teilräumen bis auf die heutige Zeit das Lebensgefühl der dortigen Einwohner distinktiv beeinflusst, haben Studien der letzten Jahre, die wir auch in einem der letzten Medienrückblicke thematisiert haben, nachgewiesen. Diesmal geht es um die hochentwickelte Technik in Vorbereitung und Anlage der Straßen in allen Teilen des Reiches sowie natürlich um die Länge und Dichte des Straßennetzes gewissermaßen als materielle Kultur. – Durchaus immer wieder faszinierend. Die Forschung geht weiter. Auf Itiner-e.org kann man die inzwischen nachgewiesenen 300.000 km römischer Straßen verfolgen.
Ein Beitrag zum technischen Raffinement:
DIE WELT
Schriften der Feldmesser: Diese Spezialisten bewiesen täglich, dass Rom die Welt beherrschte
Zum Umfang des Straßennetzes:
WISSENSCHAFT.de
Digitale Karte zeigt Straßennetz der Römer
Link: https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/digitale-karte-zeigt-strassennetz-der-roemer/
Eine weitere Webpräsenz zu Itiner-e:
heise online
Fast 300.000 km: Mit Abstand umfangreichste Karte der Römerstraßen online
Direktlink zu Itiner-e auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=OTSe7MsJXbo&t=98s
Direktlink zur interaktiven Karte von Itiner-e: https://itiner-e.org/
Die Wälder im Römischen Reich
Ein weiteres unverkennbares Merkmal römischer Präsenz war die hohe Rate des Holzeinschlags. Sie ergab sich aus dem Flächenbedarf für den Ackerbau, dem Verbrauch von Brennholz und selbstverständlich aus den Erfordernissen im Bauwesen und der Nachfrage bei den antiken Werften. Auswirkungen auf den Bestand an Ressourcen, das Landschaftsbild und die Luftqualität hatte dies auch für die Provinzen nördlich der Alpen, wie eine Studie an der Universität Freiburg beweist.
Unter Förstern:
forstpraxis
Alte Wälder, gnadenlos gefällt – was Holzfunde über die Römer verraten
Link: https://www.forstpraxis.de/alte-waelder-gnadenlos-gefaellt-holzfunde-ueber-roemer-verraten-24168
Mit einem Interview (07:14):
SWR Kultur
Wie die alten Römer den Wald genutzt haben
Link: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/wie-die-alten-roemer-den-wald-genutzt-haben-100.html
Antike Medizin
Aus der Praxis antiker Ärzte kennt man eine Vielzahl von Instrumenten dank einiger Funde. Besonders spektakulär war 1989 eine Entdeckung im antiken Ariminum, dem heutigen Rimini. Heute kann man gelegentlich Repliken erwerben.
Chirurgisches Besteck:
NATIONAL GEOGRAPHIC
Antike Knochensäger: So arbeitete ein Chirurg im alten Rom
Wie etwas Sensationelles finden, wenn keine Fachleute mehr graben?
Der Studiengang Grabungstechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin soll entfallen. Der Deutsche Archäologenverband schlägt Alarm.
GEO
In Deutschland könnten bald Fachkräfte für Ausgrabungen fehlen.
Am 4. November 2025 eröffnete das Große Ägyptische Museum endgültig:
Selkets Blog
Ein historischer Moment: Tutanchamuns gesamter Schatz im Grand Egyptian Museum – und ein Fazit
Aus Strabons Geographie
Ein Vergnügungsboot wie von Strabon beschrieben wurde jüngst vor Antirhodos gefunden:
euronews
Archäologen finden 2000 Jahre altes Party-Boot vor Alexandria
Link: https://de.euronews.com/kultur/2025/12/08/archaologen-2000-jahre-party-boot-alexandria
Was verbirgt sich hinter dem von Strabon genannten Damasia?
Süddeutsche Zeitung
Auf der Suche nach dem Bayerischen Atlantis
Selten
In der Etruskerstadt Vulci wurde ein griechischer weiblicher Statuenkopf gefunden.
Finestre sull’Arte
Wichtige Entdeckung in Vulci: Ein Mädchenkopf wurde gefunden, ein seltenes Beispiel für griechische Statuen auf etruskischem Gebiet
… Und nochmals Pompeji
Bruchstücke von Fresken zusammenzusetzen, kostet oft viel Zeit:
MaschinenMarkt
Antike Kniffelei: Roboter aus Bonn setzt Puzzle aus Pompeji zusammen
Ein Nachtrag
Erotik-Mosaik kehrt Heim:
Deutschlandfunk Kultur
Von Wehrmachtsoffizier geraubtes Erotik-Mosaik zurück in Pompeji
Die Campi flegrei sind nicht nur selbst unruhig, sondern geben diese Eigenschaft an die Medien weiter:
tagesschau
Evakuierungsübung: Wie sich Neapel auf einen Vulkanausbruch vorbereitet
Link: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/italien-vulkan-evakuierungsuebung-100.html
Bipolare Störung
Genderverbot vs. Genderzwang in den USA
Forschung & Lehre
Wissenschaftsfreiheit: US-Philosophieprofessor darf Platon nicht uneingeschränkt unterrichten
Zusammenstellung und Kommentierung der Medienschau:
Karl Boyé
Varia
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Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ruft zum Schnupperstudium Altertumswissenschaften. Am 29.01.2026 können Schülerinnen und Schüler bei speziell auf sie zugeschnittenen spannenden Vorträgen aus Gräzistik (Penelope bei Homer und Inge Merkel), Latinistik (Lesen von Handschriften), Alter Geschichte (Epigraphik) und Klassischer Archäologie (Gedankenspiele zu archäologischen Funden der Vergangenheit und Zukunft) einen ersten Einblick in das akademische Lernen bekommen. Anmeldungen sind bis 26.01.2026 (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) möglich.
In vielen Bundesländern ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung inzwischen obligatorischer Bestandteil auch der Fachlehrpläne Latein und Griechisch. Für die Alten Sprachen haben diesbezüglich unter anderen Dr. Anne Friedrich (Universität Halle-Wittenberg) und Steffen Ritzmann (Deutsche Schule Stockholm) einen erheblichen Beitrag geleistet und im „Orientierungsrahmen Globale Entwicklung für die Gymnasiale Oberstufe“ niedergelegt. Wer sich diesen altsprach-spezifisch von DAV-Gesamtvorstandsmitglied Dr. Anne Friedrich vorstellen lassen möchte, möge sich am Dienstag, dem 10.03.2026, von 16:15 bis 17:30 Uhr vor seinem Bildschirm einfinden. Anmeldung unter: https://www.engagement-global.de/de/veranstaltung-detail/13311--online-workshopreihe-zum-orientierungsrahmen-globale-entwicklung-fuer-die-gymnasiale-oberstufe.
Antike ganz im Osten: In Dresden wartet die Skulpturensammlung im Zwinger mit der Sonderausstellung „Herkules – Held und Antiheld“ auf, die bis Ende Juni 2026 zu sehen ist: https://skulpturensammlung.skd.museum/ausstellungen/herkules-held-und-antiheld/. Wer in Dresden oder Umgebung ist, sollte einen Besuch durchaus auf seine To-do-Liste setzen; es gibt sehr interessante Stücke zu sehen. Ob man aber wegen der Ausstellung unbedingt nach Dresden fahren müsste, sei dahingestellt.
Am Schauspielhaus in Leipzig wird im Januar 2026 „Medea“ wiederaufgenommen. Die Vorstellungen der während Corona entstandenen und gefeierten Inszenierung sind bereits bis Ende März ausverkauft, weitere Termine aber in Planung. Zudem ist Heinrich von Kleists „Penthesilea“ am Theater Magdeburg zu sehen; „Penthesile:a:s“ von MarDi hingegen am Neuen Theater in Halle. Das dürfte alles sehr sehenswert sein.
Neuigkeiten von Euroclassica
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Der europäische Dachverband der Altsprach-Lehrenden, Euroclassica, grüßt alle Mitglieder des DAV sehr herzlich zum neuen Jahr 2026 und sendet allen Interessierten einen aus Spanien stammenden Homerischen Kalender. Ebenso ist der Newsletter der Euroclassica für 2025 veröffentlicht und freut sich über Leserinnen und Leser.
Die Euroclassica lädt 2026 zu zwei von ihr gehosteten Akademien: Die kroatische Academia Ragusina findet vom 28.03. bis 02.04.2026 in Dubrovnik statt. Sie wird sich mit Themen der Nachhaltigkeit beschäftigen, und zwar u. a. anhand von Texten Marinus Ghetaldus’ und Plinius des Älteren. Im Sommer geht es vom 10.07. bis zum 19.07.2026 nach Athen und Chios zur Academia Homerica, während der man sich auf Homers Heimatinsel mit Ilias und Odyssee beschäftigen kann oder Neugriechisch lernt. Beachten Sie bitte auch die Ausschreibungen.
Traditionell gibt es auch 2026 den Euroclassica-Wettbewerb “European Certificate in Classical Languages” (ECCL), der in den Sprachen Latein (ELEX) und Altgriechisch (EGEX) und in jeweils zwei Wissensstufen (Vestibulum und Ianua) ausgetragen wird. Schülerinnen und Schüler, die eine bestimmte Punktzahl erreichen, bekommen eine Urkunde von Euroclassica („Bronze-, Silber-, Goldmedaille“). Wer teilnehmen möchte und die Aufgaben noch nicht über seinen DAV-Landesvorstand bekommen hat, kann sich an den Repräsentanten des DAV bei der Euroclassica wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, der die Aufgaben gerne per Mail zuschickt. Bis Jahresbeginn haben bundesweit sechs Schulen 111 Teilnehmende gemeldet, von denen 28 einen Medaillen-Rang erreicht haben. Glückwunsch! Die ECCL-Tests müssen bitte bis Ende April korrigiert werden; bis dahin läuft der Wettbewerb.
Nachrichten aus dem Landesverband NRW
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Folgende Hinweise aus dem Landesverband dürften von bundesweitem Interesse sein:
Die e.V.-Eintragung des DAV-NRW, die in unserer nun gültigen Satzung als erwünscht erwähnt ist (§1 Nr. 2), ist in vollem Gange: Satzung des Deutschen Altphilologinnen- und Altphilologen-Verbandes – Landesverband Nordrhein-Westfalen (DAV-NRW) im Deutschen Altphilologenverband e.V. (DAV-Bund)
Die aktuelle Ausgabe von Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen ist online:
Erinnerung an den DAV-NRW Kurzfilmwettbewerb
DAV-NRW-Filmwettbewerb ParvaPictura MMXXVI
Information und Einladung zur internationalen Konferenz der Hebräischlehrerenden:
Internationale Konferenz der Hebräischlehrenden vom 1. bis 3. Mai 2026
Information und Einladung zu einem Studientag an der Uni Münster:
Studientag zu Ciceros De officiis an der Universität Münster, 11.02.2026
Information und Einladung zu den Didactica Bonnensia III:
Information und Einladung zu den Colloquia Montana der Bergischen Universität Wuppertal:
Colloquia Montana Wuppertal 03.03.2026
Bericht zur DAV-Tagung im September 2025
Gernot Hall, der vor langer Zeit Kassenwart im DAV-NRW war, ist leider Ende Oktober 2025 verstorben. Ein Nachruf folgt im nächsten Newsletter. Seine Tochter sucht Interessenten für seine Bibliothek in Radevormwald, s. https://www.davnrw.de/aktuelles/marktplatz/62-buecherangebot-aus-nachlass-radevormwald
Homepage der Elisabeth-Lebek-Stiftung Lebendiges Latein e.V. online


