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„Die Altertumswissenschaften und die Cultural TurnsForschungen zur Klassischen Antike im (inter)disziplinären Dialog“

3. bis 5. Mai 2019 an der Freien Universität, Berlin

Die sogenannten „kulturwissenschaftlichen Wenden“ (cultural turns) bestimmen in immer stärkerem Maß auch die Forschungen in den klassischen Altertumswissenschaften. Wenn auch mit einiger zeitlicher Verzögerung wurde die unter kulturwissenschaftlichem Vorzeichen begonnene Neu­ausrichtung der Geistes- und Sozialwissenschaften in den letzten Jahren auch in der philologischen, historischen und archäologischen Auseinandersetzung mit der antiken Überlieferung nachvollzogen. Deutlich wurden dabei immer wieder ihr enormes epistemologisches Potential, aber auch Schwierig­keiten in der Umsetzung. Die kulturwissenschaftlichen Wenden motivieren nicht nur die Erschließung neuer Themenfelder, Gegenstandsbereiche und theoretischer Ansätze, das Überdenken zentraler Kategorien oder die Stärkung eines selbstreflexiven Blicks auf die Forschungspraxis. Vielmehr tragen sie ganz wesentlich zu einer Öffnung der Disziplinen im inter- und transdisziplinären Forschungs­kontext und zu einer Überwindung von allzu starren Fächergrenzen bei.

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Anlässlich seines 85. Geburtstages wurde der Klassische Philologe Michael von Albrecht mit der Pegasus-Nadel des Deutschen Altphilologenverbandes ausgezeichnet. Die Ehrennadel, die der DAV für außergewöhnliche Verdienste um die Vermittlung und Bewahrung der lateinischen Sprache und Literatur verleiht, wurde von OStD Hartmut Loos (1. Vorsitzender des DAV) sowie von Prof. Dr. Hans-Joachim Glücklich überreicht.

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Der nächste Bundeskongress des Deutschen Altphilologenverbandes findet vom 03. bis 07. April 2018 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt.

Seit kurzem steht die Humanismuspreisträgerin fest: Am 04.04.2018 wird Rita Süssmuth den Preis in Empfang nehmen.

Das Motto des Kongresses lautet: „Polis Europa – Latein und Griechisch verbinden.“

Weitere Informationen folgen demnächst an dieser Stelle!

dai romAuch dieses Jahr hält das Deutsche Archäologische Institut Abteilung Rom vom 09. bis zum 14. Oktober2017 den traditionellen ROMKURS für Lehrerinnen und Lehrer ab.

Der sechstägige Intensivkurs wird in Rom und Ostia unter der Führung von Fachwissenschaftlern des Deutschen Archäologischen Instituts der Abteilung Rom ausgerichtet. Das Programm des Kurses befasst sich mit Fragen der Alltagskultur, des Wohnens und des öffentlichen Lebens unter besonderer Berücksichtigung der späten Republik, Kaiserzeit und Spätantike.
Hierbei werden an den archäologischen Denkmälern nicht nur Grundkenntnisse zur Architektur, künstlerischen Produktion und städtischen wie sozialen Organisation der römischen Zeit vermittelt, sondern auch reichlich Gelegenheit zum Dialog mit den unmittelbar an der archäologischen Forschung beteiligten Wissenschaftlern gegeben.

Der Kurs ist kostenlos, lediglich Reise-, Verpflegungs- und Unterkunftskosten müssen von den teilnehmenden Lehrkräften getragen werden.
Der Bewerbungsbogen kann auch ab sofort unter http://www.dainst.org/event/2767240 im Internet abgerufen werden.
Einsendeschluss der Bewerbungen (Bewerbungsbogen und Anschreiben bitte nur digital!) ist der 01. Juni 2017.

» Ausschreibung Rom-Kurs 2017 [PDF]

» Bewerbungsbogen [PDF]

herzog humanismuspreis nachrufAm 10. Januar 2017 verstarb Roman Herzog, nach Richard von Weizsäcker der zweite Träger des Humanismuspreises des Deutschen Altphilologenverbandes. Diese Auszeichnung erhielt er im Jahr 2000 auf dem Bundeskongess des DAV in Marburg.

Roman Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident, von 1983 bis 1994 Bundesverfassungsrichter, ab 1987 Präsident des Bundesverfassungsgerichts, von 1978 bis 1983 zunächst Kultus- dann Innenminister des Landes Baden-Württemberg. Nach Lehrtätigkeiten in München und Berlin lehrte Herzog von 1969 bis 1972 an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, amtierte dort als Rektor 1971/1972, danach war er Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund bis 1978.

Die Laudatio für den Humanismuspreisträger von Richard Schröder ist im Forum classicum 2, 2000, Seite 75 bis 80, nachzulesen, die Dankesrede von Roman Herzog findet sich im Forum classicum 3, 2000, Seite 135 bis 138.

Der DAV wird Roman Herzog ein ehrenvolles Andenken bewahren.