Juni 2026
Juni 2026
Pressespiegel
Verehrte Leserinnen und Leser,
wir haben in den letzten Monaten nicht nur den sehr ertragreichen Bundeskongress auf dem Campus Westend der Goethe-Universität zu Frankfurt erlebt, sondern auch neuerliche Angriffe auf den Bestand der Klassischen Sprachen – diesmal bei unseren Freunden in Österreich – zu verzeichnen gehabt und hierzu unternommene Aktionen und Reaktionen recht medienintensiv frei Haus geliefert bekommen. Durchaus erwähnenswert scheint in diesem Zusammenhang, dass im mitteleuropäischen Raum politische Akteure verschiedenster Couleur in der höheren Bildung tiefgründige Durchdringung eigener und fremder Kulturen vermittels der für Europas Humanisten daseinsbestimmenden Welt der Sprachen durch das Abrichten auf morgen schon vorgestrige magere Skills an der Benutzeroberfläche digitaler Paralleluniversen ersetzt wissen möchten, mithilfe derer die Gattung homo sapiens das stetige Befruchten, Bereichern und Weiterentwickeln von Denken und Sprache auf Schritt und Tritt aus eigener Inspiration zugunsten des Umwälzens eines Second-hand- Arsenals sprachsimulierender, ja sprachparodierender Algorithmen in mechanistisch werkelnden Apparaten sukzessive ab- und aufgeben soll. – Eine irre Vision.
Wir wünschen Ihnen einen Frühling in vollendeter Originalsprachlichkeit.
Es gab Beiträge aus allen drei Bereichen, nicht wenig davon zum Unterricht:
- Die Klassischen Sprachen als Lerngegenstand
- Die Gegenwart von Antike, Mittelalter und Neuzeit
- Neues aus den benachbarten Altertumswissenschaften
Zum Themenbereich 1.
Österreichs Regierung gegen Latein
Bereits im letzten DAV-Newsletter hatten wir über eine Mitte November 2025 in der Tagespresse veröffentlichte Ankündigung berichtet (Kronen-Zeitung: Minister will tote Sprachen aus Lehrplan streichen). Konkretisierend wurde im Januar dieses Jahres vom österreichischen Bildungsminister Christoph Wiederkehr der Plan verkündet, Latein und alle zweiten Fremdsprachen in der Abiturstufe des gängigen allgemeinbildenden Gymnasialtyps zugunsten der Neueinrichtung des wolkigen Trendkomposits „Medien und Demokratie“ auf zwei Wochenstunden zu kürzen. Wer sich auskennt, weiß, dass eine Sprache unterhalb der Schwelle von mindestens drei Wochenstunden bestenfalls als AG-Liebhaberei zu betreiben, nicht aber als Fach mit soliden Fortschrittserwartungen zu unterrichten ist. Begleitet wurde der Vorstoß auch vom weidlich strapazierten Schlagwort der „Entrümpelung“. Der Autor dieser Zeilen kann sich nicht erinnern, jemals „Gerümpel“ unterrichtet zu haben. Kurz nach Bekanntwerden des Vorhabens lancierten etliche prominente Intellektuelle, allen voran Elfriede Jelinek, ein Schreiben samt Petition, welche buchstäblich über Nacht außerordentliche Resonanz erfuhr und letztlich über 40.000 Unterschriften erhielt.
Zunächst Meldungen zur Frühphase der Entwicklung:
DER STANDARD
Wiederkehr will weniger Latein, mehr KI und Informatik als eigenes Fach
Link: https://www.derstandard.at/story/3000000306411/wiederkehr-will-weniger-latein-mehr-ki-und-informatik-als-eigenes-fach
Aus einem Bildungsportal:
schule.at
Wer von den Lateinkürzungen betroffen ist
Link: https://www.schule.at/bildungsnews/detail/wer-von-den-lateinkuerzungen-betroffen-ist
Ein Artikel zur Petition:
Kronen Zeitung
Aufstand gegen Politik - „Keine tote Sprache“: Promis kämpfen für Latein
Link: https://www.krone.at/4034711
In diesem Kontext zwei Interviews mit den DAV-Humanismuspreisträgern 2022 und 2014, dem emeritierten Professor und ehemaligen Minister Karlheinz Töchterle und dem Schriftsteller Michael Köhlmeier:
Der Standard
QUO VADIS, LATINITAS? Ex-Minister und Altphilologe Töchterle: "Latein wird das Abendland nicht retten"
Vorarlberg/ORF.at
Köhlmeier spricht sich gegen Kürzung aus
Link: https://vorarlberg.orf.at/stories/3341244/
Im Eiltempo schlossen sich die gut vernetzten Fachkolleginnen und -kollegen aus Lehre, Fortbildung und Forschung kurz und ergriffen die Initiative im Zusammenhang mit Themen, Terminen und Tagesordnungen. Journalistik und allgemeine Öffentlichkeit wurden in enger Folge mit Positionierungen versorgt, mit der Politik wurde intensiv verhandelt. Der Obmann/Praeses der SODALITAS und Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Latein AHS (Allgemeinbildende Höhere Schule) sowie Mitglied der Lehrplankommission Peter Glatz war öffentlich präsent, so dass der geschlossene Rücktritt besagter Fachkommission ein breites Medienecho erzeugte.
Die Suche des Bildungsministers nach Ersatzpersonal in Österreich, Südtirol und Deutschland blieb bezeichnenderweise erfolglos.
Zum Frühstadium der Verhandlungen:
schule.at
Nach Kritik: Wiederkehr lädt zu Gesprächen über Lehrpläne
Stellvertretend für die deutsche Berichterstattung (Kurzmeldung):
Deutschlandfunk
Bildungsminister Wiederkehr bekräftigt Pläne für Schulreform – Informatik und KI statt Latein
Unter anderem der offensichtlich absurde Zeithorizont für den von Minister Wiederkehr beabsichtigten Lehrplan führte zum Rücktritt der Expertengruppe:
Kronen Zeitung
Experten traten zurück - Latein-Kürzungspläne: Widerstand gegen Wiederkehr
Link: https://www.krone.at/4060645
Klärungen zum Diskussionsfeld durch Peter Glatz. Dabei macht er auch deutlich, dass der Umgang mit KI und Demokratie Querschnittsaufgaben sind:
KURIER
Bildungsreform als Politshow: Latein ist Demokratiebildung pur
Link (mit Bezahlschranke): https://kurier.at/meinung/gastkommentare/bildungsreform-politshow-latein-demokratiebildung-ki-wiederkehr-lehrplangruppe/403138749
Im weiteren Gang der Verhandlungen nahm der Minister nach seiner Pleite mit der Lehrplankommission sowie unter dem Druck der Öffentlichkeit bis auf eine wenig bedeutsame Kann-Regelung alles zurück, konnte damit aber sein Gesicht wahren:
News.at
Spitzentöne: Latein hat auf allen Linien gewonnen
Link: https://www.news.at/menschen/lateinunterricht-wiederkehr
Das Regelwerk im Überblick:
ORF.at
Lehrplanreform: Stundentafeln können auch gleich bleiben
Link: https://orf.at/stories/3425623/
Worin besteht Bildung?
Eine abschließende Bilanzierung zur Debatte mit Rückbindung an den zunehmend in Entsorgung befindlichen Gesamthorizont liefert Herwig Gottwald:
Die Presse
Alles nur „Gerümpel“? Es geht um mehr als Latein
Link: https://www.diepresse.com/20758015/alles-nur-geruempel-es-geht-um-mehr-als-latein
Paradoxon auch im „Ländle“
Kretschmanns krudes Kulturverständnis ohne Sprachunterricht - Betrachtungen mit einem wichtigen Seitenblick auf die Archäologie an der Humboldt-Universität:
Tichys Einblick
Abschaffung klassischer Inhalte: Wie der woke Zeitgeist Latein durch Smartphones ersetzen will
… Und in Niedersachsen geht es weiter
Die niedersächsische Landesregierung hält weiter fest an der Unterschreitung der KMK-Standards im Abitur, auch hier wiederum insbesondere bei Fremdsprachen:
NEWS4TEACHERS
Oberstufenreform: Ohne zweite Fremdsprache, ohne politische Bildung zum Abitur?
Ebenfalls dazu:
NDR
Landtag streitet über Reform der Oberstufe an Gymnasien
Fernsehen
Auch in Nordrhein-Westfalen wurde das Thema aufgegriffen. Der Beitrag des WDR ist anregend gemacht, und das Programm widmet der Sache fast 14 Minuten. -
Ob der Redaktion da etwas aufgefallen ist: „Weil mein Deutsch ist deutlich besser geworden mit der Satzstellung…“ Und eine „Strohalm“ ist sicher etwas Bukolisches…
WDR
Wozu Latein lernen? Traditionelles Gymnasialfach unter Beschuss
Die etwas andere Annäherung
In Südtirol gibt es einen Redewettbewerb für junge Leute in verschiedenen Sprachen. Es geht ums Überzeugen, selbstverständlich damit auch um den Gebrauch von Sprache. Man darf sie sich aber aussuchen. Florian Gutmann versuchte es beim letzten Mal auf Latein. Bei 1:15 ist er an der Reihe.
ORF
Sag’s multi
Link: https://on.orf.at/video/14311995/sags-multi-aus-suedtirol
Zum Themenbereich 2.
Für einen geschmeidigen Übergang noch etwas zu Latein im Vatikan
Es geht in diesem Nachtrag nebenbei auch um Aramäisch. Lesen Sie selbst.
Die Presse
Gott sprach gar nicht Latein
Link: https://www.diepresse.com/20345959/gott-sprach-gar-nicht-latein
Regimewechsel
„Fake“ gibt es nicht nur bei Nachrichten und Tratsch. Auch ganze Staatsformen und deren Titel segeln bekanntlich nur allzu oft unter falscher Flagge. Gerade Octavians res publica war, wie wir wissen, ein Musterbeispiel für Etikettenschwindel. Weitere Tricks traten hinzu. George Orwell zeigte in 1984 die Folgen der allumfassenden Sprachmanipulation. In einem kompakten Artikel widmet sich SPEKTRUM dem stets aktuellen und derzeit besonders beachteten Stoff der Manipulatorik.
SPEKTRUM.de
DER SPÄTERE AUGUSTUS - Wie Octavian die römische Republik demontierte
Reich ausgesponnen
Auf viel Erfundenes stützt sich auch die große Zahl der Alexanderromane, welche im Verlauf des Mittelalters verfasst wurden.
Die Presse
Mystische Erzählungen über Alexander den Großen
Link: https://www.diepresse.com/20509397/mystische-erzaehlungen-ueber-alexander-den-grossen
Zu „Pompejis letzter Sommer“ von Gabriel Zuchtriegel gab es in den letzten Monaten noch eine hörenswerte Sendung auf SWR Kultur.
SWRKultur
„Pompejis letzter Sommer“ von Archäologe Gabriel Zuchtriegel
Lust und Leid – Was Pompeji mit unserer Gegenwart zu tun hat
Link: https://www.swr.de/kultur/literatur/gabriel-zuchtriegel-pompejis-letzter-sommer-100.html
Das Leid mit dem Numerus von Graffiti
Einer schreibt – und andere folgen…
DW (Deutsche Welle)
Antike Graffiti zeigen Alltagsszenen aus Pompeji
Ähnlich auch folgender Beitrag:
ORF Wissen
Sex und Gladiatoren: Graffiti in Pompeji
Link: https://science.orf.at/stories/3234033/
Vitruv schrieb nicht nur, er baute auch
Die „Basilika des Vitruv“ in Fano (Italien) war in den letzten Monaten Thema in den Medien. Anlass ist eine aktuelle Grabungskampagne.
Tagesschau
Gebäudereste aus der Römerzeit - Wie Archäologen auf Vitruvs Basilika stießen
Link: https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/basilika-aus-roemerzeit-entdeckt-100.html
Buchhinweis
Verschiedene Wahrnehmungen durch die Zeiten:
Gold, Mara:
Antike Mythen ohne Männer,
Köln (Dumont) 2026.
240 Seiten, 70 farbige Abb.
ISBN: 978-3-7558-1200-5
Preis: € 25,00
Rezension vom 17.05.2026 im Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/antike-mythologie-antike-mythen-neu-erzahlt--fokus-auf-frauen-und-aussenseiter-15604192.html
Lateinischer Monatsrückblick
Nuntii Latini
Link: https://www.bremenzwei.de/themen/latein-nachrichten-rueckblick-april-112.html
Zum Themenbereich 3.
Wer sortiert und liest all die vielen Papyri?
Eine unüberschaubare Menge alter griechischer Papyrusfragmente ruht immer noch unbearbeitet – teils sogar ungesichtet – auf Dachböden, in Kellern, in Magazinen verschiedener Universitäten und Forschungsinstitute und harrt ihrer inhaltlichen Entdeckung. In Österreich wird an einer Software gearbeitet, welche die zahlreichen Papyri entziffern hilft und auch auf Vorschläge zur Ergänzung lückenhafter Zeilen hin programmiert wird.
Österreichisches Archäologisches Institut (ÖAW)
ÖAW entwickelt Altgriechisch-KI „Apollo“ mit Mistral/Reply
Link: https://www.oeaw.ac.at/news/oeaw-entwickelt-altgriechisch-ki-apollo-mit-mistral-1
Wie macht man verschwundene Tinte sichtbar?
Der sogenannte Codex Climaci Rescriptus, ein Palimpsest von Texten u.a. des Hipparchos von Nicaea bzw. des Arat von Soloi macht in der Wissenschaft schon seit Jahren von sich reden. Die untersten Schichten sowie jüngere Ergänzungen mit astronomischen Beschreibungen und Skizzen sind jetzt dank Röntgenstrahlen wieder lesbar und die verschiedenen Beschriftungsschichten in ihrem Alter klarer unterscheidbar geworden.
Der Standard
LEGENDÄRE SCHRIFTEN - Verlorene antike Sternkarten tauchen in Mittelalter-Codex wieder auf
Die Römer in Germanien
LDA Sachsen-Anhalt
Erste römische Marschlager in Sachsen-Anhalt entdeckt – Fundplätze zwischen Nordharz und Elbe belegen römische Vorstöße im 3. Jahrhundert nach Christus
… und wieder Damasia
Wir berichteten bereits im letzten Newsletter: Strabons mysteriöser Ort wird in Bayern vermutet. Das BR-Fernsehen strahlte in seinem Kulturmagazin – gleichzeitig schmunzelnd und heiter-ernst – eine Sendung dazu aus. Strabon schrieb übrigens in Amasia…
BRCapriccio
Sagenumwobenes Damasia: Suche nach dem bayerischen Atlantis
Link: https://www.youtube.com/watch?v=S7j4DZMsyak
Wie dionysisch war der Demeterkult?
Experten sinnieren und diskutieren über die Frage, ob bei Feiern für den Kult der Ceres-Demeter Rauschmittel wie etwa Mutterkorn eine Rolle spielten.
GEO
Antike Extase: Waren beim Demeter-Kult im Tempel von Eleusis Drogen im Spiel?
Arzt unter den Opfern in Pompeji?
Finestre sull’Arte
Pompeji: Identifizierung eines möglichen Arztes unter den Opfern des Orto die Fuggiaschi?
Larenaltar nördlich der Alpen in Köln
Etwas, was viele von uns als selbstverständlich kennen, ist in den nördlichen Provinzen bisher nicht in ausgegrabenen Häusern gefunden worden: Ein Hausaltar für die Laren. In Köln ist nun doch eine Opfernische für Hausgötter aufgetaucht.
DER SPIEGEL
Opfer für Schutzgötter: Fund in Köln aus der Römerzeit ist einzigartig für Nordeuropa
Zusammenstellung und Kommentierung der Medienschau:
Karl Boyé
Schulpolitik in Niedersachsen:
Die Neufassung der Oberstufenverordnung beansprucht uns als geschäftsführenden Vorstand seit der Veröffentlichung des Juni 2025 des MK-Entwurfs „Die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe: Schulfachliche Eckpunkte zur Neugestaltung“ mit hohem Zeitaufwand, u.a. haben wir Gespräche mit Staatssekretär Ertner (Oktober 2025), Ministerpräsident Olaf Lies (Januar 2026) und Ministerin Hamburg (März 2026) geführt. Die Arbeit der Lehrkräfteinitiative KEINESPRACHEWENIGER haben wir u.a. bei der Übergabe von rund 10000 Petitionsunterschriften an den Staatssekretär im März 2026 begleitet. In Reaktion darauf hat die Kultusministerin in ihren Briefen vor den Osterferien an Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft Schulgesetz und Oberstufenreformpläne wenig abgewogen gewissermaßen beworben. In Bezug auf die Oberstufenreform wird suggeriert, sie sei schon beschlossen. Das ist nicht so. Bisher liegt lediglich das Eckpunktepapier vor. Mit der Anhörfassung des Verordnungstextes ist tendenziell kurz vor den Sommerferien zu rechnen.
NDR-Bericht vom 5. März 2026: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/landtag-streitet-ueber-reform-der-oberstufe-an-gymnasien,oberstufenreform-100.html
RAC – Rerum Antiquarum Certamen 2026/ 2027
Für den nächsten Durchgang unseres Wettbewerbs Griechisch/ Latein für die Jahrgänge 11 und 12 ist die Anmeldung nach den Sommerferien 2026 vorgesehen. Die Klausur soll am 30. Oktober 2026 liegen, die Bearbeitungszeit für die Hausarbeiten vom 14. Januar bis 18. Februar 2027, das Abschlusskolloquium vom 10. bis 12. Juni 2027.
Näheres auf www.rac.navonline.de
Landestag zum 75jährigen Jubiläum des NAV
Landestag zum 75jährigen Jubiläum des NAV – Freitag, 25. September 2026, 10 bis 19 h – Ratsgymnasium in Osnabrück
Die Friedensstadt und das dortige Ratsgymnasium haben eine besondere Bindung zum Niedersächsischen Altphilologenverband: Hier wurde 1951 der NAV gegründet. Auch das fünfzigste Jubiläum 2001 wurde hier begangen. Der Landestag zum fünfundsiebzigsten Jubiläum wird am festlichen Vormittag einen bildungspolitischen Schwerpunkt haben: Referenten werden Marcel Humar, Humboldt-Universität Berlin, und Uwe Dietsche, Fridericianum Schwerin, sein. Am Nachmittag werden Arbeitskreise, u.a. zu Zentralabiturthemen, angeboten. Nähere Informationen auf unserer pagina domestica www.navonline.de.
Tag der Alten Sprachen in Göttingen
Tag der alten Sprachen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 bis 13 – Universität Göttingen – Freitag, den 19. Juni 2026, 10.30 – 16.00 Uhr
Das Seminar für Klassische Philologie der Universität Göttingen veranstaltet den nunmehr fünften Tag der Alten Sprachen für interessierte Schülerinnen und Schüler. Es sind alle Interessierten in Lerngruppen oder einzeln willkommen (bitte eigenen Kaffeebecher für den Nachmittag mitbringen). Willkommen sind ganze Kurse, aber auch Schülerinnen und Schüler ohne begleitende Lehrkraft. Nähere Informationen auf unserer pagina domestica www.navonline.de, Anmeldungen bitte vorab an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .
SAVE THE DATE:
Wer schon ins nächste Jahr vorausdenkt, kann sich den Termin für den nächsten
Tübinger Abiturworkshop Latein/Griechisch
freihalten:
- 6. März 2027, 9:00 h – 19.00 h
Weitere Informationen sukzessive unter:
https://www.humanismus-heute.uni-freiburg.de/events/abiworkshop2027.html
Online-Vortrag
Am 3. Juni 2026, 14:15 -16:00 h wird
Frau Prof. Dr. Irene de Jong (Universität von Amsterdam) einen Online-Vortrag über ihren neu erschienenen narratologischen Kommentar zu Herodot halten (im Rahmen des Hauptseminars „Narratologie, Cognitive Classics und das Griechische Epos" an der Universität Freiburg).
Die Teilnahme ist möglich unter:
uni-freiburg.zoom-x.de/j/4493111088?pwd=YBOeFMMkGjjajnsJhZWMNYJaAm1W9n.1
Neuer Kultusminister in Baden-Württemberg
Bei den Koalitionsverhandlungen im Nachgang der Landtagswahl vom 8. März 2026 wurde beschlossen, dass das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport künftig von der CDU geleitet wird. Zum neuen Minister wurde am 13. Mai 2026 Andreas Jung ernannt. Der gebürtige Freiburger war von 2005 bis kurz nach seiner Ernennung zum Landesminister für den Wahlkreis Konstanz im Bundestag und gehörte, teilweise in leitender Funktion, mehreren Ausschüssen an, u.a. zur nachhaltigen Entwicklung sowie zu den Themen Umwelt, Klimaschutz, Energie und Reaktorsicherheit. Er setzt sich für ein föderales Europa und für die deutsch-französischen Beziehungen ein. 2021 ist er für seine Verdienste um die deutsch-französische Verständigung zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt worden. Seit 2022 ist er zudem einer der stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Bundesverbandes. Unterstützt wird er bei seinen ministeriellen Aufgaben von Staatssekretär Andreas Deuschle (CDU). Der DAV Baden-Württemberg gratuliert dem Minister und seinem Team zur Ernennung und freut sich als Ansprechpartner für Fragen des Latein- und Griechischunterrichts auf eine gute Zusammenarbeit.
Seminaria Latinitatis vivae
Ottiliense (13. bis 17. Juli 2026) et Theulingense (16. bis 22. August 2026): Moderatris horum seminariorum, quae Dr. P. Caelestius Eichenseer decennio sexto saeculi vicesimi instituerat, erit D.rix Sigrides Albert (Arbeitsstelle für Neulatein an der Universität Saarbrücken).
www.uni-saarland.de/institut/klassische-philologie/societas-latina.html


