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40 Jahre Bundeswettbewerb Fremdsprachen – der DAV gratuliert nochmals

Zwölf Sprachtalente gewinnen beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Bonn/Wuppertal (ots)

Die Sieger des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen stehen fest: Es sind zwölf Schülerinnen und Schüler, die eine Expertenjury von ihrem Können in Gruppendiskussionen, Einzelgesprächen und Theaterpräsentationen überzeugten. Bei dem Wettbewerb, den das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung jedes Jahr ausrichtet, gab es außerdem je 13 zweite und dritte Plätze.

Beim diesjährigen Durchlauf des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in der Kategorie SOLO PLUS erreichten die folgenden zwölf Schülerinnen und Schüler den ersten Platz: Maria Isabel De Souza Ponce (Bremen), Ameli Dresel (Lübeck), Carina Ebert (Münster), David Hedderich-Westrich (Mainz), Ariane Hein (Berlin), Kamil Klamser (München), Javier López Gozalo (Madrid), Erik Raps (Simbach), Michael Schmitzer (Berlin), Aleksei Smirnov (Lübbecke), Benedikt Velten (Regensburg) und Alexander Von Recum (Geisenheim). [...]

Zu Latein: https://www.waz.de/staedte/bottrop/heine-schuelerin-liefert-einen-starken-auftritt-in-latein-id227215551.html

Aus der "NEW YORK TIMES:"

Researchers in Germany have been working on the Thesaurus Linguae Latinae since the 1890s. They hope to finish in 2050, but that might be optimistic.

WEITERLESEN: https://www.nytimes.com/2019/11/30/arts/latin-dictionary.html?te=1&nl=morning-briefing&emc=edit_MBE_p_20191202&section=topNews?campaign_id=51&instance_id=14206&segment_id=19213&user_id=c58340c0b647f4fff7c83f7096a184fc&regi_id=47283403tion=topNews


ALLGEMEINE DEUTSCHE ZEITUNG FÜR RUMÄNIEN

Ein Palimpsest im Atlas der Zeiten

Auf den Spuren der Griechen: von Tomis über Küstendje nach Konstanza

Als der römische Dichter Ovid vor gut 2000 Jahren durch die Festung von Tomis streifte, bemerkte er indigniert: „Hier wird eine schwere, uns fremde Sprache gesprochen.“ Kein Wunder, war Tomis doch eine Gründung der Griechen, die dort im 6. Jh. vor Christus auf dem Weg von und nach Histria, dem damaligen Dreh- und Angelpunkt ihrer Handelsaktivitäten, gelegentlich eine Rast einlegten. Selbst als sich einige fest in Tomis niederließen und den Handel mit den einheimischen Geten aufnahmen, Werkzeuge herstellten, Getreide oder Wein anbauten, stand es noch lange im Schatten von Histria.  ...

Weiterlesen:https://adz.ro/artikel/artikel/ein-palimpsest-im-atlas-der-zeiten


CASINO LATINO am Ratsgymnasium Osnabrück

11.11.2019 „Ludi aperti sunt!“ – mit diesen Worten eröffnete Mark Rippel am Freitag, den 08. November 2019, das 1. Casino Latino am Ratsgymnasium. Glücksspiele am Ratsgymnasium? Mit lateinischer Sprache zum Gewinner werden? Genau darum ging es. Lateinische Sprache und römische Spiele wurden außerhalb des Unterrichts wichtig, um am Ende des Abends einen Preis zu erhalten. [...] 

Webpräsenz:ratsgymnasium-os.de/aktuelles/page/2/


Informationen der CNA (Sitz in den USA) auf deutsch sind jetzt auch als Podcast kostenlos erhältlich:

https://de.catholicnewsagency.com/article/cna-deutsch-jetzt-als-podcast-kostenlos-verfugbar-0643

Beispiel: Latein auf beliebter Sprach-App: Lingua Latina sprechen lernen

ROM , 29 August, 2019 / 8:05 AM (CNA Deutsch).- Von Hannah Brockhaus

Duolingo, die weltweit beliebte kostenlose Website und App für das Lernen von Sprachen, hat einen Lateinkurs ins Leben gerufen, mit dem Nutzer lernen können, die Lingua Latina auch zu sprechen. [...]

Der ganze Artikel: https://de.catholicnewsagency.com/story/latein-auf-beliebter-sprach-app-lingua-latina-sprechen-lernen-4983


Alles Münster (Online-Magazin)

Science Slam: Am Ende siegt die Herzmassage

28.11.2019 [...]

Als zweites ging Christofer Rott, Geschichtswissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum und Lateinlehrer, mit seinem Vortrag „Von der kulturhistorischen Tiefe des Wortes Arschloch“ an den Start. Er erklärte, wie die Bezeichnung „Klaffarsch“ in der Antike für Ehebrecher gängig wurde und was das mit Rettich zu tun hat. Schwupps war er schon beim Thema Genitalpräsentation und wie es in etlichen Gedichten verarbeitet wurde. „Das ist quasi das antike RTLII“, sagte er grinsend. „Ja, wir Altphilologen haben auch mal Spaß.“ [...]

https://www.allesmuenster.de/science-slam-am-ende-siegt-die-herzmassage/

...und bei Konrad Beikircher hört man wieder etwas von der Rheinischen Relativverschränkung:

Der virtuose Simulant

https://www.blick-aktuell.de/Berichte/Der-virtuose-Simulant-419231.html

In memoriam Christoph Leidl: Erinnerung an den Menschen und Philologen

Am 17. August 2019 verstarb in Heidelberg im Alter von noch nicht ganz 60 Jahren Dr. Christoph Georg Leidl an den Folgen eines Herzinfarkts. Der DAV Baden-Württemberg und speziell der Bezirk Nordbaden verlieren damit allzu früh ein Vorstandsmitglied, das lange Jahre die Verbindung zur Universität Heidelberg hergestellt hat.

Lesen Sie den vollständigen Nachruf im aktuellen Mitteilungsblatt des DAV Baden-Württemberg:

https://www.dav-bw.de/wp-content/uploads/2019/11/DAVBW2019n2.pdf#page=42

Liebe, verehrte DAV-Mitglieder,
sehr geehrte Freunde und Interessierte,           

willkommen zu den Spätsommernachrichten 2019 beim Deutschen Altphilologenverband!

Zunächst ein Erwähnung in eigener Sache: Ein Trio um den Soziologen Prof. Dr. Jürgen Gerhards (FU) ist mit einer polemisch eingefärbten medialen Aktion gegen den Unterricht in den Klassischen Sprachen und hier vornehmlich gegen Latein auf wissenschaftlich wenig seriöser Grundlage sowohl, was die eigene vorgestellte Studie als auch, was die ebenfalls herangezogene Studie von Haag & Stern von 2003 betrifft, welche sich bereits bald nach ihrem Erscheinen unter anderem als methodisch sehr problematisch herausgestellt hat, an de Öffentlichkeit getreten. Prof. Dr. Stefan Kipf et al. haben die Schwächen der soziologischen Studie aufgedeckt, welche, dies sei hier angemerkt, mit DFG-Mitteln gefördert wurde. Genaueres lesen Sie gleich zum Beginn des inhaltlichen Teils unter „Sondernachricht“.

Eine für manche von uns neue Entdeckung ist die Webpräsenz Audiatur-online aus Zürich, die – mit Schwerpunkt auf jüdisch-christlicher Fokussierung – aus dem israelisch-palästinensischen Raum auch Themen zur Antike aufgreift. Aus dieser Quelle gibt es in diesem Newsletter einen Bericht zu einer archäologischen Stätte nahe Bethlehem.

Zum nämlichen Themenfeld ist an dieser Stelle auch die ARGE Archäologie aus Österreich zu erwähnen, auf deren Newsletter wir verweisen. Ebenfalls aus Österreich: Die Tiroler Tageszeitung brachte ein Interview mit unserem Humanismuspreisträger von 2014 Michael Köhlmeier.

Es gibt Fragen zur Vulgata aus der Perspektive des Lateinlernens wie aus der der Authentizität. Eine „Vulgata“ im Sinne einer Volksausgabe gibt es von Bodo Wartke nach seiner erfolgreichen „Ödition“ nun auch zu Antigone (siehe Bucherscheinungen). Ebenso bekommt die von Rick Riordan fürs breitere Publikum geschriebene und auf der antiken Mythologie fußende Jugendbuchserie mit der literarischen Figur Percy Jackson eine neue Folge. Überhaupt beschäftigt viele die Antikenrezeption mit den Augen unserer Zeit, manche auch, was daraus entsteht: Letzteres dokumentiert zum Beispiel das neue Buch von Prof. Dr. Thomas Wilke über den Filmhelden Spartacus im Spannungsfeld zwischen historischer Verbürgtheit, wahrscheinlichen Denkmustern in der späten römischen Republik und gängigen Erwartungshorizonten unserer heutigen Gesellschaft hinsichtlich der Adaption des Themenfeldes.

Falls Sie selbst eine Nachricht oder eine Ankündigung weitergeben möchten, können Sie sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Uns bleibt wie immer, Ihnen für Ihr Interesse zu danken und eine anregende Lektüre zu wünschen.

Für den DAV-Vorstand und die Beitragenden des Newsletters
Hartmut Loos, Prof. Dr. Ulrich Schmitzer sowie Dr. Anne Friedrich

Soziologen der FU Berlin greifen auf wissenschaftlich brüchiger Basis die Klassischen Sprachen an, vermischen Reflexionssprachen mit Kommunikationssprachen und begeben sich  neben einem gewissen ideologischen Anstrich zusätzlich in die Nützlichkeitsfalle. Der Tagesspiegel lässt sie sogar selbst einen Text verfassen, der hier stellvertretend für das breite und teilweise unkritische mediale Aufgreifen stehen soll (anders im Herangehen das DLF-Interview unter der Rubrik "Rundfunk"). Die Analyse durch Kipf et al. folgt direkt im Anschluss.

Aus dem "Tagesspiegel":

Mythen um Latein als Schulfach: Falsche Versprechen einer alten Sprache

Latein ist kein Wundermittel, um logisches Denken zu schulen. Die Hochgebildeten aber halten am Mythos fest, um Privilegien zu sichern. Ein Forschungsbericht.

Jürgen Gerhards Tim Sawert Ulrich Kohler

In einer sich zunehmend globalisierenden Welt werden Fremdsprachenkenntnisse im Allgemeinen und die Beherrschung von Englisch im Besonderen immer bedeutsamer. Nur wer fremde Sprachen beherrscht, kann sich über die Länder- und Sprachgrenzen hinweg austauschen. Für Latein gilt allerdings, dass es sich um eine nicht mehr gesprochene Sprachen handelt und man entsprechend mit dem Erwerb des Lateinischen im Unterschied zum Erlernen moderner Sprachen den Kreis seiner Kommunikationspartner nicht vergrößern kann. ...

WEITERLESEN: https://www.tagesspiegel.de/wissen/mythen-um-latein-als-schulfach-falsche-versprechen-einer-alten-sprache/24975580.html


Stefan Kipf et. al.:

Fiktionalität in der Wissenschaft – Analyse einer Studie 

Die Publikation „Des Kaisers alte Kleider: Fiktion und Wirklichkeit des Nutzens von Lateinkenntnissen“, die in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 71 (2) 2019, 309-326 erschienen ist und erstaunlicherweise ein beachtliches mediales Echo ausgelöst hat, beschäftigt sich mit den Transfereffekten, die Eltern dem Lateinunterricht in Zeiten der Globalisierung zuschreiben. 

Falsche Zahlen als Grundlage 

Der Studie liegt die Feststellung zugrunde, dass „[o]bwohl Latein eine nicht mehr gesprochene Sprache ist und ihr deswegen kein kommunikativer Nutzen zukommt, […] die Anzahl der Latein als Schulfach wählenden Schüler im Zeitverlauf angestiegen“ sei (309). Auf dieser Aussage basiert auch das übergeordnete, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Die Wahl von Latein und Altgriechisch als schulische Fremdsprachen: Eine Distinktionsstrategie der oberen sozialen Klassen?“1, das an der Freien Universität Berlin angesiedelt ist, aber im Beitrag nicht explizit genannt wird. Doch wie kommen die Forscher zu der Angabe, dass sich der Anteil Latein lernender Schüler an Gymnasien von im Jahr 1999 ca. 26% auf ca. 31% im Jahr 2017 leicht erhöht habe (311) oder der Anteil der Alt-Griechisch lernenden Schüler über diesen Zeitraum bei 0,5 % stagniere (Fußnote 1, 312)? Im Gegensatz zu dieser Darstellung beklagen die Vertreter dieser Fächer seit dem Schuljahr 2008/09 einen kontinuierlichen Rückgang der absoluten und relativen Schülerzahlen (Behrendt & Korn 2016), wobei der Anteil der Lateinschüler an den Gymnasien zuletzt (Schuljahr 2016/17) bei 26,12% lag (Beyer et al. 2017, 13). Die absoluten Zahlen auch aus dem folgenden Schuljahr (611.507 im Jahr 2017/18 zu 632.056 im Jahr 2016/17)2 bestätigen diesen anhaltenden Trend. Eine ohne Aufwand falsifizierbare Aussage legitimiert also ein breitangelegtes Forschungsvorhaben! 

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